Mittwoch 15. Oktober 2008
Kaum hatten wir inmitten dieses wundervollen Panoramas die ersten Vorkehrungen für den Aufbruch getroffen, kam heute früh ein " Wüstensohn" ganz in schwarz gekleidet mitten aus den Dünen auf einem Araberhengst im gestreckten Galopp angeritten und hielt abrupt bei uns an.
Wo waren noch mal gleich die Signalraketen – und die ganzen Messer – Mist, ganz unten in einer Zarges Box…
Wir haben uns also einstweilen gepflegt unterhalten und nach einer Weile bot er mir an "Ali Baba" zu reiten.
Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und nutze die einmalige Gelegenheit – der Hengst war zwar von dem Ritt durch die Wüste noch ganz erschöpft, zu einer kleinen Runde „hoch zu Ross“ hat es aber dennoch gereicht – ein tolles Erlebnis!
Schließlich erhielt der Beduine als Erster eines unserer „Spezial-Give-Aways“ für solche Fälle – ein silbernes Feuerzeug mit integrierter LED Lampe und wir bedankten uns gestenreich beieinander.
Seine anschließende Frage, ob wir frisches Berberbrot haben wollten konnten wir nur bejahen und so galoppierte er davon, wie er gekommen war.
Nach einer halben Stunde kam er tatsächlich mit zwei frischen, warmen Fladenbroten zu uns und wir ließen uns entspannt das köstliche Mal schmecken.
Dies war denn auch die letzte entspannte Malzeit auf dieser Reise für mich – irgendwie hatte ich mir wohl am Vortag eine Virus-Infektion eingefangen – Magen und Darm sind seither auf dem Kriegspfad und neben 3 kg Körpergewicht kostete mich das ein Großteil meiner Kraft auf diesen letzten Etappen.
Meddehn ging es hervorragend – ich hatte also einfach nur Pech gehabt.
Aber was uns nicht umbringt, macht uns ja bekanntlich nur härter!
Eine Herausforderung hatten wir noch zu bewältigen – waren wir doch am Vorabend nur „mit Ach und Krach“ 500 Meter weit durch die Sandwüste gekommen und mussten schaufeln und tricksen um heil zu unserem Lagerplatz zu gelangen, galt es jetzt, die Strecke wieder zügig und ohne Ausfälle zurück zur Oase zu fahren.
Wir haben bewusst darauf verzichtet, Luft aus den Reifen zu lassen um die Traktion zu erhöhen, da wir nicht bereits auf der ersten Etappe ein Rad oder gar einen Reifen wechseln wollten und auch gar keine Zeit dazu gehabt hätten.
Im Laufe der einbrechenden Nacht waren etliche andere Gruppen mit modernem „High-Tech-Equipment“ an unserem Lager vorbeigefahren und bei jeder Gruppe hatte sich zumindest ein Fahrer an der gleichen Stelle festgefahren.
Es war Meddehns erste „Wüsten-Challenge“ als Fahrer die er mit Bravour gemeistert hat!
Wo waren noch mal gleich die Signalraketen – und die ganzen Messer – Mist, ganz unten in einer Zarges Box…
Wir haben uns also einstweilen gepflegt unterhalten und nach einer Weile bot er mir an "Ali Baba" zu reiten.
Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und nutze die einmalige Gelegenheit – der Hengst war zwar von dem Ritt durch die Wüste noch ganz erschöpft, zu einer kleinen Runde „hoch zu Ross“ hat es aber dennoch gereicht – ein tolles Erlebnis!
Schließlich erhielt der Beduine als Erster eines unserer „Spezial-Give-Aways“ für solche Fälle – ein silbernes Feuerzeug mit integrierter LED Lampe und wir bedankten uns gestenreich beieinander.
Seine anschließende Frage, ob wir frisches Berberbrot haben wollten konnten wir nur bejahen und so galoppierte er davon, wie er gekommen war.
Nach einer halben Stunde kam er tatsächlich mit zwei frischen, warmen Fladenbroten zu uns und wir ließen uns entspannt das köstliche Mal schmecken.
Dies war denn auch die letzte entspannte Malzeit auf dieser Reise für mich – irgendwie hatte ich mir wohl am Vortag eine Virus-Infektion eingefangen – Magen und Darm sind seither auf dem Kriegspfad und neben 3 kg Körpergewicht kostete mich das ein Großteil meiner Kraft auf diesen letzten Etappen.
Meddehn ging es hervorragend – ich hatte also einfach nur Pech gehabt.
Aber was uns nicht umbringt, macht uns ja bekanntlich nur härter!
Eine Herausforderung hatten wir noch zu bewältigen – waren wir doch am Vorabend nur „mit Ach und Krach“ 500 Meter weit durch die Sandwüste gekommen und mussten schaufeln und tricksen um heil zu unserem Lagerplatz zu gelangen, galt es jetzt, die Strecke wieder zügig und ohne Ausfälle zurück zur Oase zu fahren.
Wir haben bewusst darauf verzichtet, Luft aus den Reifen zu lassen um die Traktion zu erhöhen, da wir nicht bereits auf der ersten Etappe ein Rad oder gar einen Reifen wechseln wollten und auch gar keine Zeit dazu gehabt hätten.
Im Laufe der einbrechenden Nacht waren etliche andere Gruppen mit modernem „High-Tech-Equipment“ an unserem Lager vorbeigefahren und bei jeder Gruppe hatte sich zumindest ein Fahrer an der gleichen Stelle festgefahren.
Es war Meddehns erste „Wüsten-Challenge“ als Fahrer die er mit Bravour gemeistert hat!
Auf dem weiteren Weg durch die Dahar-Berge nach Matmata, Medenine und Ben Guerdane nach Ras Ajdir zur libyschen Grenze erlebten wir abermals einmalige Eindrücke in fantastischen Landschaften und machten auch zum ersten mal Bekanntschaft mit den Grenzen von Erwins (immerhin 51 Jahre alten) Fahrwerk, das permanente Querrillen, Fels und Rüttelpisten nicht wirklich gut verkraftet.
Fazit: Luftfilterschlauch am Vergaser ständig lose, Kühlerdeckel ständig lose und schließlich verloren, linker Scheinwerfer an Schweißnaht Karosserie gebrochen, eine Schraube vom Getriebeschutz verloren, diverse Schrauben gelockert, 1 grauer Isolierschlauch zwischen Fahrerzelle & Fahrgastraum verloren.
Nach behelfsmäßiger Reparatur ging es weiter zu unserem Tagesziel: Libyen!
Tankstellen im europäischen Sinne gibt es in Südtunesien nicht mehr – am Straßenrand wird der Treibstoff direkt aus alten Plastikkanistern angeboten – unser „Fass“ war ja noch voll und außerdem kostet der Sprit ja jenseits der Grenze nur noch 1/7 (ca. 0,10 € pro Liter).
An der Grenze ging es per Stop-and-Go etwa eine Stunde lang bis zur ersten Passkontrolle, die auch schnell erledigt war.
Als wir jedoch weiterfahren wollten, sprang der Motor plötzlich nicht mehr an?!
So schoben wir denn unsere knapp 4 Tonnen in Richtung Libyen und hofften, dass uns nur das Benzin ausgegangen war – was denn auch zutraf.
Schnell 2 Kanister eingefüllt (von denen haben wir ja mehr als reichlich) und es sollte weiter gehen, der tunesische Polizist drängte bereits zur Eile und Frank rief aus Deutschland an, dass unser libyscher Führer Asem uns bereits auf der anderen Seite erwartete.
Weit gefehlt – nach zwei weiteren Passkontrollen auf tunesischer Seite bestand ein argwöhnischer junger Zöllner darauf, dass wir doch Bier bei uns haben müssten, was wir wahrheitsgemäß leugneten - er hatte uns ja auch nicht nach den 26 Litern Wein, den 23 0,25 Liter Dosen „Leberwurst“ (Cognac, Wisky, Martini) oder den 30 Litern Apfelwein gefragt.
Wir mussten den halben Wagen leer räumen, diverse Boxen öffnen und, wie durch ein Wunder“ wurde nichts entdeckt.
Noch eine Passkontrolle später konnten wir dann endlich nach Libyen einreisen!
Asem erwartete uns bereits mit den obligatorischen libyschen Kennzeichen und erledigte den gesamten „Papierkram“ für uns in weniger als einer halben Stunde.
Auf dem anschließenden Weg nach Zuwarah, Asems Heimatstadt, tankten wir Erwin noch voll (es war so wenig Geld, ich habe vergessen, wie wenig) und Asem ließ sich eben mal so unser lebenswichtiges, 5.000 Euro wertvolles „Carnet de Passage“ von einem befreundeten Zöllner 30 km hinter die Grenze zu der Tankstelle liefern, da er es aus Versehen an der Grenze vergessen hatte.
Allah sei Dank!
In Zuwarah lud uns Asem erst einmal zum Essen in einen typischen libyschen Imbiss ein – mir bekam das am nächsten Morgen weniger gut, in dem Moment war es allerdings sehr lecker.
Übernachtet wurde direkt am Strand mit dem Rauschen der Brandung in den Ohren – ein tolles Bild!
Fazit: Luftfilterschlauch am Vergaser ständig lose, Kühlerdeckel ständig lose und schließlich verloren, linker Scheinwerfer an Schweißnaht Karosserie gebrochen, eine Schraube vom Getriebeschutz verloren, diverse Schrauben gelockert, 1 grauer Isolierschlauch zwischen Fahrerzelle & Fahrgastraum verloren.
Nach behelfsmäßiger Reparatur ging es weiter zu unserem Tagesziel: Libyen!
Tankstellen im europäischen Sinne gibt es in Südtunesien nicht mehr – am Straßenrand wird der Treibstoff direkt aus alten Plastikkanistern angeboten – unser „Fass“ war ja noch voll und außerdem kostet der Sprit ja jenseits der Grenze nur noch 1/7 (ca. 0,10 € pro Liter).
An der Grenze ging es per Stop-and-Go etwa eine Stunde lang bis zur ersten Passkontrolle, die auch schnell erledigt war.
Als wir jedoch weiterfahren wollten, sprang der Motor plötzlich nicht mehr an?!
So schoben wir denn unsere knapp 4 Tonnen in Richtung Libyen und hofften, dass uns nur das Benzin ausgegangen war – was denn auch zutraf.
Schnell 2 Kanister eingefüllt (von denen haben wir ja mehr als reichlich) und es sollte weiter gehen, der tunesische Polizist drängte bereits zur Eile und Frank rief aus Deutschland an, dass unser libyscher Führer Asem uns bereits auf der anderen Seite erwartete.
Weit gefehlt – nach zwei weiteren Passkontrollen auf tunesischer Seite bestand ein argwöhnischer junger Zöllner darauf, dass wir doch Bier bei uns haben müssten, was wir wahrheitsgemäß leugneten - er hatte uns ja auch nicht nach den 26 Litern Wein, den 23 0,25 Liter Dosen „Leberwurst“ (Cognac, Wisky, Martini) oder den 30 Litern Apfelwein gefragt.
Wir mussten den halben Wagen leer räumen, diverse Boxen öffnen und, wie durch ein Wunder“ wurde nichts entdeckt.
Noch eine Passkontrolle später konnten wir dann endlich nach Libyen einreisen!
Asem erwartete uns bereits mit den obligatorischen libyschen Kennzeichen und erledigte den gesamten „Papierkram“ für uns in weniger als einer halben Stunde.
Auf dem anschließenden Weg nach Zuwarah, Asems Heimatstadt, tankten wir Erwin noch voll (es war so wenig Geld, ich habe vergessen, wie wenig) und Asem ließ sich eben mal so unser lebenswichtiges, 5.000 Euro wertvolles „Carnet de Passage“ von einem befreundeten Zöllner 30 km hinter die Grenze zu der Tankstelle liefern, da er es aus Versehen an der Grenze vergessen hatte.
Allah sei Dank!
In Zuwarah lud uns Asem erst einmal zum Essen in einen typischen libyschen Imbiss ein – mir bekam das am nächsten Morgen weniger gut, in dem Moment war es allerdings sehr lecker.
Übernachtet wurde direkt am Strand mit dem Rauschen der Brandung in den Ohren – ein tolles Bild!
No comments:
Post a Comment