Bilder werden nachgereicht.....wegen fehlendem Kabel !!
28.02.09 Anreise
Team 5 bestehend aus Frank und Peter.
Anreise jeweils mit Egyptair und LH. Frank mit einem Direktflug, ich über Kairo.
Mit 4 h Aufenthalt in Kairo, lief mir so mir nichts dir nichts Frank am Airport über den Weg. Hm.... große Überraschung, daraufhin Frank ganz cool, mit verpasstem Flieger in FRA schnell mal neuen gebucht. Auch gut, so sind wir gemeinsam in Adis Abeba angekommen.
Dort hat alles perfekt geklappt. Erwin lies sich auch nicht lange bitten und sprang als er Sprit in den Brennräumen roch, auch sofort an.
So sind wir nach sparsamen Einkauf am Sonntag um ca. 14h losgefahren.
Übernachtung Arwa Wash in an einem wunderschönen Fluss mit saufenden Kühen drin. Wir (ich) wollten ganz cool in einem Zug wenden. Leider war der Wendekreis zu groß oder der Morast kam zu früh. Das lässt sich im nachhinein nicht mehr so recht fest stellen. Jedenfalls war auf einmal das rechte Vorderrad weg. Rückwärts ging durch die enorme Verschränkung und der fehlenden Diffsprerre auch nicht. Tja und jetzt????. 20m weiter hinten waren alte Fundamente einer Brücke. Also kam ein Equipment zum Einsatz, was noch original verpackt war. Danke Babe, das du es besorgt hast. Die Winde war zwar nicht in der Lage das Auto ohne fahrerisches Zutun rauszuziehen. Aber es reicht locker ohne Fremde Hilfe wieder auf festen Boden zu gelangen.
02.03. Weiterfahrt zum Lake Ziway. Besuch einer alten Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Alles in den Fels geschlagen.
Weiterfahrt zum Lake Shala zum Eingang des Parks, den wegen anderer schöner Dinge nie angesteuert haben. Kurz vor dem See sind wir in einen kleinen Weg abgebogen und entlang am See bis zu einem Dorf, wo wir gleich mit einer Hundertschaft Kids und Eingeborener in Empfang genommen wurden. Zwei dieser Menschen stellten sich als brauchbare Guides für die Hotsprings heraus und haben sich einfach zum Übernachten ohne zu fragen zu uns gelegt. Wenigsten schnarchten sie nicht. Es gab Nudeln die bei 70°C kochen mussten, denn bei dem Wind der von allen Seiten blies, war mehr nicht drin.
Besuch dieser Hotsprings war echt genial. Fotos stelle ich von Zuhause noch ein. Das Internet geht hier entweder gar nicht oder in einer Geschwindigkeit, das der halbe Urlaub dafür reserviert werden muss.
03.03. Fahren, fahren fahren. Übernachtung im Kloster vor lauter Verzweifelung wieder von einer Horde Menschen umgeben zu werden, die einem keine Ruhe gönnen wollen. Die Mönchsbrüder war da im Vergleich echt pflegeleicht.
04.03.
Sodo – Arba Minch, wieder fahren zum Nechisar National Park, der sich zumindest für mich zum S
upergau entwickelte. Dazu später mehr.
Dort angekommen haben wir im Park wegen schlechter Beschreibung und der viel zu kurzen Zeitangaben für die Distanzen im Dunkeln, dann selber einen akzeptablen Platz gesucht. Zwischendurch noch Reifenwechseln wegen irgend einem Dorn, den wir uns reingefahren haben.
In der Ferne riesige Buschbrände, ganz toll. Werden die uns in der Nacht noch einholen und einheizen? Keine Ahnung. War noch ein Tal dazwischen. Sieht alles ziemlich bedrohlich aus. Super zähes Hammelfleich geg
rillt, das mir heute die Zähne noch weh tun. Ach ja, auf dem Weg dorthin, war noch eine Horde Wilder ca. 100 Menschen unterwegs, die während dem Fahren mit 5-10 km/h ständig aufs Auto springen wollten um mitzufahren. Frank hatte größte Mühe, um unsere Burg zu v
erteidigen. Das Mitfahren wäre ja nicht das Problem, aber alles nicht Festangeschraubte war nicht mehr sicher. Es war der Horror, die waren mit Speeren und Macheten unterwegs....Was für eine Fahrt.
Übernachtung im hohen Gras gemeinsam mit weidenden Zebras, super. Die mit den gestreiften Mähnen. Bergzebra oder Steppenzebra, weiß das einer? Eins von den beiden ist zarter.
Übernachtung war geil und das Feuer hat uns auch in Ruhe gelassen.
05.03.
Wir wollten nach dem Frühstück wieder aus dem Park rausfahren. Für die 24 km hätten wir ca. 2h gebraucht. Hätten wohlgemerkt.
Wer mitrechnen kann, mag auch in der Lage sein, sich vorzustellen, welche Wegverhältnisse vorherrschten. Irgendwann ging jedenfalls eine der beiden zugeschlossenen Heckklappen auf, wo all unser Zeug drin war. Ich war rechts Frank links.
Auf einmal ein Krach hinterm Auto, was sich anhörte, als hätten wir eine Zaaaaaaaaaaaaargesbox verloren. Von 5 km/h auf null abbremsen und nach schauen, war angesagt.
Ich wollte es nicht glauben. Alles weg von mir bis auf einen Schuh und meine alte Spiegelreflex. Wirklich alles. Nur noch das was ich anhatte. Wie lange war die Tür schon auf? Das war die große Frage.
Nach kurzer Rekonstruktion, war klar, zwei Autos von Eingeborenen haben uns passiert. Noch dachten wir die gehörten zum Park. Was sich später als falsch erweisen sollte. Es gab noch ein Buschdorf 50 km nach dem Park. Ausgerechnet der Ort wo die Menschen leben, die uns die Fahrt am Tag zuvor das Leben schwer gemacht hatten. Die sind also die Strecke die Nacht durch zu Fuß gelaufen.... Wahnsinn!!!!!
Wir fahren zurück und finden nichts außer einem Bericht der Süddeutschen den ich noch lesen wollte und in meinem Rucksack war.
Und jetzt????? Jedenfalls war klar, einer hat den Rucksack ausgeleert und nur alles Brauchbare behalten.
Im Park gab es eine Polizeistation. Also hin und alles erzählen. So richtig wollte der nicht in Wallung kommen um uns zu helfen ist aber dann doch mitgefahren. Aber wohin? Was waren das für Menschen? Zu diesem Zeitpunkt hatte wir noch keine genaue Info darüber. Es waren Wegarbeiter unterwegs. Damit man anstatt mit 5 km/h 6 km/h fahren kann. Würden die in Frage kommen?
Nachdem wir das alles ohne Erfolg abgefahren hatten, blieb nur noch dieser Ort in den Bergen übrig. Langsam wurde es spät. Weitere 5h würde das dauern. Und was wenn die Strasse nach dem Ort irgendwohin führt????
Alles war weg von der Unterhose, über Geld bis zum Reisepass, ohne den ich das Land gar nicht verlassen kann, geschweige weiter nach Kenya reisen könnte. Mir war ganz elend.
Langsam wurde es dunkel und meine Laune verschlechterte sich auf minus Null.
Und dann streikt auch noch zu allem Überfluss Erwin 4 km vor dem Ziel. Er kriegt kein Sprit. Ausgerechnet jetzt, wo man mal Zuverlässigkeit braucht. Eile War geboten. Ein Buschdorf ohne Strom im Dunkeln aufzusuchen und nach solchen Habseligkeiten abzusuchen kann nicht funktionieren.
Frank ist mit dem Polizist dann zu Fuss weitergegangen. Derweil habe ich unter den Blicken von ca.20-30 Gaffenden, Erwin versucht, wieder zum Leben zu erwecken. 2,5h habe ich gebraucht. Dann gings weiter im 1. und 2. Gang.
Das ganze Dorf war in heller Aufregung. Ich denke hier waren noch nie Weisse und dann auch noch mit einem Fahrzeug. Es waren ja mehr tierische und menschliche Trampelpfade als ein Weg für Fahrzeuge. Als Frank mit dem Polizist ankam, wurde gerade von einem anderen Polizist in der Öffentlichkeit die Prügelstrafe vollzogen. Oh man, es war ein Hexenkessel. Es war so laut um uns herum, dass wir unser eigenes Wort kaum verstanden.
Unserem Polizist wurde das ganze dann zu heiß und forderte den Abzug, mit der Vereinbarung, daß am anderen Tag in der Früh sich das Fahrzeug mit dem Tätern und dem „Gestohlenem“ in Arba Minch zum Verhör einfinden soll. Fast hätte ich vergessen. Reicht mir doch ein kleiner Junge beim Losfahren meinen zweiten Schuh ins Auto. Spätestens jetzt ist klar, die Spur ist richtig.
Die Rückfahrt dauerte dann noch mal 3h. Zur Belohnung von allem,.......... hatten wir was erreicht????, fragte uns der Guide, den wir auch noch dabei hatten, ob wir in einer heißen Quelle um die Ecke uns den Stress des ganzen Tages abwaschen wollten.
Nach dem zweiten Anlauf haben wir die mit ihm und dem Polizist dann auch gefunden. Ein rundes betoniertes Becken mit ca. 5000 l, 45-50°C heißem Wasser . Entspannung ????????
Auch nach mehreren Versuchen konnte ich meine Haxe nur bis zum Knie für einige Sekunden reinhalten. Frank war da schon etwas „Abgebrühter.“ Die Schwarzen waren zu diesem Zeitpunkt schon komplett im Wasser.
06.03.
Schnell noch was kochen für alle und dann um 01,30h ins Bett. Welches Bett??????? Gott sei Dank lagen im Auto noch Decken. Vielen Dank für den, der sie reingelegt hat. Als Unterlage nahm ich die Polster der Rücksitzbank.
Aufstehen um 04,30h, 5h los fahren, um um 8h auf der Polizeistation zu sein. Der Toyotafahrer kam tatsächlich streitete aber alles ab, kam dann noch ins Tagesgefängnis um heute noch verhört zu werden. Morgen wissen wir mehr. .....Es wird nichts herauskommen. Die ganze Polizei zeigt nicht wirklich ein Interesse den Fall zu lösen. Auch zusätzliches Geld war wenig Motivation. Die Verstrickungen in diesem Ort sind gewaltig und für uns völlig undurchschaubar.
Ich hasse Ethiopia....Frank noch nicht.
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